Allianz für Gesundheitskompetenz

von Dr. Grit Hantzsche

Das Bundesministerium für Gesundheit, die Spitzenorganisationen im Gesundheitswesen und das Vorsitzland der Gesundheitsministerkonferenz der Länder haben eine Erklärung zur Bildung einer Allianz für Gesundheitskompetenz herausgegeben.

Darin heißt es: „Die Digitalisierung und die moderne Wissensgesellschaft schaffen im 21. Jahrhundert ganz neue Möglichkeiten der Information über Gesundheitsfragen und Angebote in einem modernen Gesundheitswesen. Noch nie waren so viele Informationen über unterschiedliche Präventionsangebote, Diagnose- und Therapiemöglichkeiten sowie Hintergrundwissen für Gesundheitsentscheidungen vorhanden wie heute. Für viele Menschen ist es allerdings eine große Herausforderung, sich angesichts dieser steigenden Fülle an Informationen im Gesundheitswesen zurechtzufinden, diese zu bewerten und die richtigen Entscheidungen für eine gesunde Lebensweise, zur Krankheitsbewältigung oder die für sie angemessenen Maßnahmen zu treffen.“

„Gut verständliche Gesundheitsinformationen können zugleich auch einen entscheidenden Beitrag für mehr Lebensqualität bedeuten.“

„Eine bessere Gesundheitskompetenz kann auch ein wichtiger Baustein sein, um gesundheitliche Ungleichheiten in der Gesellschaft zu verringern. Wir brauchen wirksame, zielgerichtete Maßnahmen zur Förderung von Gesundheitskompetenz, die die gesellschaftlichen Bedingungen des Erwerbs von Fähigkeiten stärken sowie bestehende Schwierigkeiten und Hemmnisse abbauen. Benachteiligte Bevölkerungsgruppen erfordern dabei besondere Beachtung. Das ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.“

Drei Handlungsfelder wurden für die Praxis ausgewählt:

  1. Die allgemeine Gesundheitskompetenz der Bevölkerung durch Gesundheitsbildung stärken
  2. Wissenschaftlich abgesicherte Informationsangebote – insbesondere im Internet – bündeln und allgemein verständlich aufbereiten
  3. Die Kommunikationskompetenz in der Aus-, Weiter- und Fortbildung fördern

Die Zahnärzte im Öffentlichen Gesundheitsdienst setzen sich im Rahmen der von den Kommunen gegebenen Möglichkeiten engagiert für eine Förderung der Mundgesundheitskompetenz insbesondere bei Kindern bzw. Eltern ein. Darüber wird der 1. Vorsitzende des BZÖG, Herr Dr. Michael Schäfer, in der nächsten Ausgabe der Zeitschrift ZAHNMEDIZIN UND GESELLSCHAFT berichten. Die Zeitschrift wird herausgegeben von der Interessengemeinschaft Zahnärztlicher Verbände in Deutschland e.V. (IGZ), die regionale Zahnärzteverbände vereint und sich seit 1995 intensiv für einen fairen Dialog der zahnärztlichen Standespolitik mit den Partnern im Gesundheitswesen engagiert.

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