Broschüre zur "besseren Kommunikation im Gesundheitswesen"

von Dr. Grit Hantzsche

Unter dem Begriff Gesundheitskompetenz wird das Wissen, die Motivation und die Kompetenzen von Menschen verstanden, relevante Gesundheitsinformationen zu finden, zu verstehen, zu beurteilen und anzuwenden.

Eine aktuelle Studie der Universität Bielefeld zur Gesundheitskompetenz kommt zu dem Schluss, dass von den insgesamt 2.000 Befragten 7,3 Prozent über eine exzellente Gesundheitskompetenz verfügen. 38,4 Prozent der Befragten weisen eine ausreichende Gesundheitskompetenz auf. Insgesamt verfügen 54,3 Prozent – also mehr als die Hälfte der deutschen Bevölkerung über eine eingeschränkte Gesundheitskompetenz. Von der Gesamtheit der Bürgerinnen und Bürger mit eingeschränkter Gesundheitskompetenz haben 44,6 Prozent eine problematische und weitere 9,7 Prozent eine inadäquate Gesundheitskompetenz, d.h. sie haben erhebliche Schwierigkeiten, Gesundheitsinformationen zu finden, verstehen, beurteilen und nutzen. Damit fällt der Anteil der Personen mit einem eingeschränkten Gesundheitskompetenz-Niveau in Deutschland größer aus als im europäischen Vergleich.(siehe uni-bielefeld)

In diesem Zusammenhang hat das BMJV im Rahmen eines Symposiums am 30. März 2017 eine Material- und Methodensammlung zur Förderung der Gesundheitskompetenz vorgestellt. Diese beinhaltet 24 Methoden um Gesundheitsinformationen leicht und verständlich zu erläutern. Das Konzept „Einfache Sprache“ findet sich ebenso in der Broschüre. Sie liefert auch Vorschläge, um Fachsprache zu vereinfachen. Damit kann sie für alle, die sich der Gesundheitsförderung verschrieben haben, eine gute Hilfe sein.

Quelle: BMJV

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