Großbritannien will gegen Adipositas und Karies bei Kindern angehen

Verbot von Junkfood-Werbung tritt in Kraft

Damit halte man das Versprechen ein, Werbung für Junkfood einzuschränken „und Eltern dabei zu helfen, die gesündeste Generation von Kindern aller Zeiten großzuziehen“, schreibt die britische Regierung. Weiter heißt es, diese „entschlossene und weltweit führende Maßnahme“ soll jährlich bis zu 7,2 Milliarden Kalorien aus der Ernährung von Kindern entfernen, die Zahl der Kinder mit Adipositas um 20.000 reduzieren und im Laufe der Zeit durch Gesundheitsvorteile Ausgaben in Höhe von rund zwei Milliarden Pfund einsparen. Es sei erwiesen, argumentiert die Regierung, dass Werbung Einfluss darauf hat, was und wann Kinder essen. So würden Vorlieben schon in jungen Jahren geprägt, und das Risiko für Adipositas und damit verbundene Krankheiten steige. Das Verbot ziele deshalb auf die Medien ab, die Kinder und Jugendliche am häufigsten nutzen, und zwar zu den Zeiten, zu denen sie diese nutzen. Zu Beginn der Grundschule sind 22,1 Prozent der Kinder in England übergewichtig oder adipös, und dieser Anteil steigt bis zum Ende der Grundschulzeit auf 35,8 Prozent. Gleichzeitig ist Karies in Großbritannien die häufigste Ursache für Krankenhausaufenthalte von Kleinkindern (in der Regel im Alter von 5 bis 9 Jahren).

Es liege im Interesse aller, dass Eltern und Kinder gesunde Entscheidungen treffen können, heißt es weiter. Die Regierung dankte den Lebensmittel- und Getränkeherstellern ausdrücklich dafür, dass sie diese Beschränkungen bereits seit Oktober vergangenen Jahres freiwillig unterstützen. Die bereits bestehende Abgabe auf Softdrinks werde in Bälde auf weitere Produkte ausgeweitet, kündigte die Regierung an, darunter auf zuckerhaltige Milchgetränke. Außerdem soll der Verkauf von koffeinhaltigen Energy-Drinks an Kinder unter 16 Jahren verboten werden.

Die vollständige Mitteilung finden Sie unter www.zm-online.de.

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