Wirksamkeit von Fluoridlacken im Milchgebiss

von Dr. Grit Hantzsche

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) veröffentlichte Ende April 2018 eine Literaturstudie zur Fragestellung der Wirksamkeit von Fluoridlacken in der Kariesvorbeugung im Milchgebiss. Dabei sollte die Bewertung des Nutzens der Applikation von Fluoridlacken im Milchgebiss im Vergleich zur üblichen Versorgung ohne spezifische Fluoridierungsmaßnahmen jeweils bei Kindern mit und ohne (initial-)kariöse Läsion untersucht werden.

Die Studie kommt zum Fazit:

„Für den Endpunkt Karies ergab sich für Kinder mit und ohne (initial-)kariösen Läsionen im Milchgebiss ein Hinweis auf einen höheren Nutzen für die Applikation von Fluoridlack im Vergleich zur üblichen Versorgung ohne spezifische Fluoridierungsmaßnahmen. Für die weiteren patientenrelevanten Endpunkte (insbesondere vorzeitiger Zahnverlust, Zahnschmerzen und [schwerwiegende] unerwünschte Ereignisse) konnte kein Anhaltspunkt für einen höheren Nutzen oder höheren Schaden abgeleitet werden.

Zudem konnte keine relevante Effektmodifikation insbesondere der potenziellen Faktoren Alter und Geschlecht, Mundgesundheit, Applikationsfrequenz und Konzentration des Fluoridlacks, ggf. zusätzlich angebotene Präventivmaßnahmen und sozioökonomisches Setting abgeleitet werden.“

Quelle: iqwig.de

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