Hierbei handelt es sich um ein Pflichtmodul der Ausbildung zum/zur Fachzahnarzt/Fachzahnärztin für Öffentliches Gesundheitswesen bestehend aus zwei Teilen.
Fluoride bleiben trotz wiederkehrender Diskussionen um fluoridfreie Alternativen die zentrale und wissenschaftlich am besten belegte Maßnahme der Kariesprävention. Dennoch geraten Produkte auf Basis von Hydroxylapatit, CPP-ACP, Probiotika oder anderen „natürlichen“ Konzepten zunehmend in den Fokus. Das Webinar ordnet aktuelle Entwicklungen kritisch ein und beleuchtet die vorhandene Evidenz zu fluoridhaltigen und fluoridfreien Präventionsstrategien. Im Fokus stehen Wirksamkeit, klinische Relevanz und Grenzen neuer Ansätze sowie die Frage, welche Maßnahmen einen zusätzlichen Nutzen für die tägliche Praxis bieten. Ziel ist eine evidenzbasierte Einordnung moderner Präventionskonzepte zwischen wissenschaftlicher Datenlage, Patientenwunsch und Marketing.
Durch Prävention und zahnerhaltenen Maßnahmen erhalten heute immer mehr Patienten ihre eigenen Zähne bis in das hohe Lebensalter. Doch mit im Alter oft freiliegenden Zahnhälsen, Hyposalivation und einer eingeschränkten Fähigkeit zur Mundhygiene wird Wurzelkaries dann zu einem wachsenden Problem.
Auch wenn Gingivitis wegen der hohen Verbreitung in der Bevölkerung oft als Zustand und nicht als Krankheit gesehen wird, sollte das zahnärztliche Team als Ziel haben, diese chronische Inflammation zu vermeiden oder frühzeitig zu therapieren, da sie in eine Parodontitis übergehen kann. Das Management der Gingivitis sowie die Ergänzung der oft unzureichenden mechanischen Mundhygiene mit antibakteriellen Wirkstoffen ist Gegenstand verschiedener Leitlinien und mit hoher Evidenz belegt. Auch wenn sich zahlreiche Wirkstoffe täglich weltweit bewähren, können eingesetzte Produkte lokale Nebenwirkungen auf die oralen Strukturen haben. Im Webinar werden mögliche Risiken beleuchtet, Missverständnisse und Mythen entkräftet sowie praxisnahe Empfehlungen für die korrekte Anwendung im klinischen Alltag vermittelt – anschaulich und lebendig anhand bildlich dargestellter Patientenfälle.
Die Erstellung gutachterlicher Stellungnahmen für Beihilfestellen und Sozialämter sind neben der zahnärztlichen Gruppenprophylaxe ein wichtiger Tätigkeitsbereich für die Zahnärztinnen und Zahnärzte der unteren Gesundheitsbehörden in den meisten deutschen Bundesländern.